Ein gemeinsames Zeichen im Pastoralen Raum Delbrück-Hövelhof

Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt und des Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt und am Bach gewurzelt. Denn obgleich eine Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün, und sorgt nicht, wenn ein dürres Jahr kommt sondern er bringt ohne Aufhören Früchte.” (Jer 17,7f)

In Anlehnung an diese Bibelstelle und als Zeichen des gemeinsamen Aufbruchs und des gemeinsamen Weges als Pastoraler Raum tragen in diesem Jahr erstmalig alle Osterkerzen des Pastoralen Raumes ein gemeinsames Motiv. Es soll uns an die Vielfalt in den einzelnen Gemeinden, an die Suche nach neuen Wegen und die feste Verwurzelung in Gott erinnern.

Motiv der Osterkerze 2017 © Barbara Finke

Im Detail ist ein Baum mit vielen bunten Blättern und einem deutlich sichtbaren goldgelben Kreuz in Stamm und Ästen zu sehen. Die Wurzeln des Baumes reichen tief und vielfach verzweigt in eine blaue Fläche, die den Umriss der Fläche des Pastoralen Raumes nachzeichnet. Schließlich findet sich neben Alpha und Omega, dem ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, noch eine Muschel, die als Symbol der Pilger für den Aufbruch und den gemeinsamen Weg aller Gemeinden der ehemaligen Pastoralverbünde Delbrück und Hövelhof steht.

Der in Passionsliedern oft besungene Baum des Kreuzes steht im Mittelpunkt; aus der Lebenshingabe Jesu am Kreuz wächst für den Christen das Leben, in seiner Vielfalt und mit allem Reichtum. Die goldgelbe Farbe steht für dieses Leben und die Auferstehung. Diese Vielfalt, diesen Reichtum und diese Buntheit gilt es auch im Pastoralen Raum wertzuschätzen. Sie hat ihre Mitte im Herrn Jesus Christus! Und die vielverzweigten Wurzeln, die im Motiv durch den Pastoralen Raum hindurch gehen, weisen auf die unterschiedlichsten Wege hin, auf denen Menschen unterwegs sind und die für den glaubenden Menschen letztlich Pilgerweg sind hin zu Gott (Symbol der Jakobsmuschel).

v.l.: Barbara Finke, Rieke Sieweke, Ann-Kathrin Renneke, Marius Neisens, Judith Hemesath

Nach gemeinsamer Ideenfindung mit Judith Hemesath und Pfarrer Bernd Haase hat Barbara Finke das oben beschriebene Motiv entworfen. Wie in den vergangenen Jahren verzierten Judith Hemesath und Barbara Finke in mehrstündiger Handarbeit die Osterkerze für St. Joh. Nepomuk Hövelhof. Zusätzlich gestalteten sie in diesem Jahr eine weitere Kerze für das Haus Bredemeier. Dabei wurden sie, im Rahmen eines Firmprojektes, von den Firmbewerbern Ann-Kathrin Renneke, Rieke Sieweke und Marius Neisens unterstützt. Die Kerzen für die anderen Gemeinden im Pastoralen Raum wurden in einer Kleinserie von einer Kerzenfirma produziert.

 

Am Sonntag, den 2. April 2017 wurden die Osterkerzen gesegnet und an Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Gemeinden feierlich im Rahmen eines Tauferinnerungsgottesdienstes in Delbrück überreicht. (siehe Bildergalerie)

Wie in den vergangenen Jahren kann die Osterkerze als „Miniatur für zu Hause” käuflich für 7€ erworben werden. Verkauft werden die Kerzen in allen Gemeinden das Pastoralen Raumes.

Text und Fotos: Pfarrer Bernd Haase, Judith Hemesath, Barbara Finke