Ausbildungsmodul des Erzbistums für Ministranten in Kupferberg

Jahresausflug 2016 der Rieger Messdiener

Anfang Oktober machten sich die Rieger Messdiener mit 13 bzw. 14 Teilnehmern auf in Richtung Detmold, um vom 07. – 09. Oktober am neuen „Ministrantenmodul“ des Erzbistums Paderborn teilzunehmen.

Freitag, 07. Oktober

Vor Ort angekommen begrüßten uns Maria und Marc, die uns als Referenten das Wochenende über begleitet haben. Anschließend galt es zunächst die Zimmer zu beziehen und organisatorische Angelegenheiten abzuklären. Nach einem kurzen Einstieg, folgt auch schon rasch das Abendessen.

Nach einer deftigen Stärkung starteten wir zur ersten Arbeitseinheit. Das Thema des Abend lautete „Wer bin ich eigentlich?“ Wir beschäftigten uns mit Fragen nach unserem Lebensmotto, unserer Lieblingsbibelstelle, unserem Lieblingskirchenlied und unseren Personalien. Zudem stand an diesem Abend unser Namenspatron im Vordergrund, über den jeder am Ende eine Namensurkunde zu seinem jeweiligen Heiligen erhielt. Nach einer kurzen Pause, die genutzt wurde, um die durchgehenden Balkone unserer Etage, sowie den Kicker im Gruppenraum zu testen, folgte ein meditativer Ausklang in der Kapelle der Jugendbildungsstätte.

Im restlichen Verlauf des Abends wurden noch diverse Kartenspiele, allen voran MauMau, gezockt. Begleitet wurde der Abend durch das derzeit aktuelle Lied der 257ers „Holz“, der später zum Song des Wochenendes deklariert werden konnte.

Samstag, 08. Oktober

Der Samstag begann um 08:30 Uhr mit dem gemeinsamen Frühstück, gefolgt mit einem kleinen Film zum Tageseinstieg, der die Reise eines Menschen durch die Länder dieser Welt zeigte, in denen er mit den jeweiligen Einwohnern tanzte.

Die nächste Arbeitseinheit begann mit einem Quiz, in dem sich zwei Gruppen gegenseitig in ihrem Fachwissen über Gottesdienstablauf, -inhalt und Fachbegriffen duellierten. Das Ergebnis war ganz knapp mit 13:12 richtig beantworteten Fragen (von 15).

In den zwei gebildeten Gruppen ging es anschließend mit zwei speziellen Arbeitsbereichen der Messdiener weiter. Die erste Gruppe beschäftigte sich mit dem Leuchterdienst. Warum gibt es eigentlich den Leuchterdienst und was bedeutet er? Schnell wurde allen klar, dass durch die Leuchter etwas „eingerahmt“ wird. Dies ist nicht der Pastor, oder der Diakon, sondern das Wort Gottes, wodurch dessen Wichtigkeit hervorgehoben wird. Wie auch zb. VIPs durch Sicherheitskräfte eingerahmt werden, hohe Politiker oder Generäle durch das Militär begleitet, oder Werbeanzeigen speziell beleuchtet werden, so wird durch die Leuchterträger das Wort Gottes eingerahmt. In einer praktischen Übung galt es dann, zu verschiedenen Begriffen (zb. Gott, Dankbar, Heiliger, Kirche etc.) ein Foto zu erstellen, in dem durch einen Bilderrahmen diese Begriffe eingerahmt und ausgedrückt werden.

Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit dem Altardienst. In weitere 2 Gruppen unterteilt galt es zu heiraten, in Form eines Sketsches, wobei es viel zu Lachen gab. Der Sketsch sollte uns verdeutlichen, dass wir im Altardienst bewusst Brot und Wein aus der Gemeinde zum Altar bringen, und all das vor Gott bringen dürfen, was uns belastet oder bedrückt, oder auch unseren Dank. Wir können Gott alles sagen und anvertrauen, wir dürfen ihm unser Herz öffnen, wie bei einem Heiratsantrag.

Nach diesen Aufführungen bekamen wir die Aufgabe, in aller Ruhe einen Brief an Gott zu schreiben um dadurch alles, was wir ihm sagen möchten, vor Gott tragen zu können. Später sollten diese als Fürbitte in der abendlichen Eucharistiefeier zum Altar gebracht werden.

Der Nachmittag begann für alle gemeinsam mit zwei gruppenpädagogischen Spielen, dem Baumstammparkours und der Gleichgewichtswippe. Auf einem großen Feld waren verschiedene Baumstümpfe angebracht. Die Aufgabe bestand darin, diese mit verschieden langen Holzlatten zu verbinden und sich so einen Weg über das Feld zu verschaffen. Dabei durfte der Boden nicht berührt werden, und keiner das Ziel betreten, solange nicht alle auf den Stümpfen oder den Latten standen. Dieses Spiel förderte besonders den Teamgedanken und die Gemeinschaft.

Auf der Gleichgewichtswippe mussten alle Messdiener sich ausgewogen auf der großen Wippe verteilen und versuchen, diese 10 Sekunden lang in Waage zu halten. Eine wacklige Angelegenheit!!!

Nach einer Stärkung bei Kaffee/Kakao und Kuchen ging es dann an den nächsten Praxisteil. In zwei Gruppen hatten wir die Möglichkeit, Lightpainting auszuprobieren und Fotogramme zu gestalten.

Nach dem Abendessen bestand Gelegenheit, sich ausgiebig mit Kicker, Dart und Billiard zu beschäftigen. Ein Teil der Gruppe stellte dort ihr Tanztalent unter Beweis, indem sie dem „Makkarena-Tanz“ verfielen. Währenddessen konnten wir eine weitere Leiterin und Pastor Klauke in Kupferberg begrüßen, um mit uns gemeinsam am Abend die Heilige Messe in der Kapelle der JuBi feierten, die unter dem Thema der Hochzeit zu Kanaa stand. Anstelle der Fürbitten konnten wir dort unsere Briefe, die am Vormittag an Gott geschrieben wurden, vor Gott bringen.

Im Anschluss daran gab es noch heiße Kickerduelle mit unserem Pastor, bis sich alle zum gemeinsamen Fußballspiel (Deutschland-Tschechien) versammelten. Während des Spiels begann eine großartige Witz-Runde, die einen allseitigen Lachflash auslöste.

Nach dem Spiel standen erneut Kartenduelle im Vordergrund, wo bei sich schnell Verschwörungen gegen einzelne Personen bildeten, die dann mehrmals innerhalb einer Runde alle 7en auf einmal bekamen und 8 Karten zugleich ziehen mussten. Ein traumhafter Anblick, bei dem fast ein „Kartenhalter“ zum Einsatz kommen musste.

Sonntag, 09. Oktober

Der Sonntagmorgen begann ganz entspannt mit dem Frühstück gegen halb neun. Der darauffolgende Morgenimpuls bestand wie am Vortag aus einem Video, der zum Ausdruck brachte, dass eine Hand die andere wäscht. Wenn man jemandem Hilf und ihm etwas gutes tut, auch irgendwann wieder etwas gutes zurück bekommt.

An diesem Vormittag standen Liturgische Geräte und Liturgische Farben auf dem Programm. Bei einem „Aufdeckspiel“ galt es, die Liturgischen Geräte so schnell wie möglich zu erraten, was sich teilweise als ganz schön knifflig erwies. So wurde gar ein Benediktionale mit einem Evangeliar verwechselt (aufgrund der Farbe), oder die Custodia mit einer Monstranz verwechselt. Am Ende war aber festzustellen, dass alle über ein relativ gutes Fachwissen verfügen :).

In einem Memoryspiel galt es dann, wieder in zwei Gruppen gegeneinander, jeweils drei passende Begriffe zu suchen, und diese dann der entsprechenden liturgischen Farbe, Bedeutung, Alltagssprachgebrauch und Ausdruck zu sortieren. Auch als die entsprechenden Pärchen gefunden waren, war doch die richtige Zuordnung nicht so einfach.

Zum  krönenden Abschluss dieses Wochenendes hatten die beiden Referenten ein Video erstellt, welches das Bilderrahmen-Projekt und die Lightpainting-Aktion des Wochenendes noch einmal mit allen erstellten Bildern zusammenfasste. Nach dem Räumen der Zimmer und dem gemeinsamen Mittagessen traten alle leicht erschöpft, aber zufrieden und um die ein oder andere Erkenntnis reicher, den Heimweg an.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den beiden Referenten, Marc und Maria, für die gute Organisation und Durchführung des Wochenendes und die neuen Erkenntnisse, welche uns in unserem Dienst am Altar stärken und unser Hintergrundwissen erweiterten.

Text: Florian Rodehutscord
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