Frauen am Ball mit der kfd-Hövelhof – Mitgliederversammlung ehrt 22 Jubilarinnen

Petra Moos vom Liturgieteam der kfd Hövelhof hat das Leitwort „Frauen am Ball mit der kfd-Hövelhof“ für das Jahr 2016 kreiert und daraufhin auch den traditionellen Wortgottesdienst zur Eröffnung der Jahreshauptversammlung thematisch abgestimmt. In ihrem Impuls machte sie deutlich, dass der Ball nur rund wird, wenn die einzelnen Teile, aus denen er zusammengesetzt ist, auch Ecken und Kanten haben. So sei es auch im Team der kfd. Ganz unterschiedliche Frauen bringen sich mit ihren Ecken und Kanten, ihren Stärken und Schwächen in der kfd ein. Sie tragen so dazu bei, dass innerhalb der Gemeinschaft ein rundes Miteinander und eine starke „kfd-Mannschaft“ entsteht. Die Frauen der kfd sind am Ball, indem sie sich kirchlich engagieren und so auf die Stellung der Frau und des Ehrenamtes aufmerksam machen und sich für Gleichberechtigung einsetzen.
Doch nicht nur hier sind die Frauen auf dem Vormarsch, sondern auch in anderen Bereichen: in Schule und Universität, in vielen Berufen sind sie am Ball! Teilweise mussten Frauen sich den Ball erkämpfen und erobern, teilweise nutzten sie plötzlich schon immer da gewesene freie Räume. So sei es auch mit dem Engagement in der Kirche. Frauen möchten hier nicht mehr länger abseits des Spielgeschehens stehen. Im Blick auf die globalisierte Wirtschaft sind Frauen allerdings oft noch die Verliererinnen, immer noch haben sie nur einen Bruchteil des Vermögens zur Verfügung und sind oft gesunds- und armutsgefährdet. Sie sind oftmals Opfer von Terror und Gewalt. Davon werde immer wieder in den alljährlichen Weltgebetstagsanliegen berichtet.

Aber auch hier bei uns, so Petra Moos, sind viele Frauen durch Familie und Beruf physischer und psychischer Belastung ausgesetzt. In der kfd werde aufeinander geachtet. Da müsse vielleicht eine zur Schonung eine Zeitlang aus dem Spiel genommen werden. – Eine andere übernimmt. Und so gehören auch die auf der Reservebank dazu und trainieren mit. In so einer Gemeinschaft erklärt die kfd-Frau zum Abschluss des Wortgottesdienstes macht es Spaß am Ball zu sein und mitzuspielen und stellt die kfd-Mannschaft und ihr Spiel unter den Schutz und Segen Gottes.

Anschließend freute sich die kfd-Vorsitzende, Ellen Horenkamp, dass Sie ca. 130 kfd-Frauen zur Jahreshauptversammlung begrüßen konnte. Vor allem aber sei es toll, dass die Frauen durch ihr Kommen deutlich machten: „Ja, ich will mitspielen in dieser kfd-Mannschaft und mit ihr am Ball sein auf dem Spielfeld des Lebens“. Das, so Horenkamp, mache Mut für die Zukunft. Es sei eine tragfähi-ge Basis, um mit der kfd-Hövelhof nach „80 Jahren“ in die Verlängerung zu gehen und sich weiterhin für die Belange von Frauen einzuzetzen. Egal, ob es sich dabei um die Nachbarin von nebenan oder um die Frauen handelt, die bei uns Schutz vor Terror und Gewalt suchen. In diesem Zusammenhang rief die kfd-Vorsitzende alle Teilnehmerinnen der Jahreshauptversammlung zu einer großherzigen Spende für die Flüchtlingshilfe der Hövelhofer Aktion „Hilf! Los! auf. Diesem Aufruf folgten die kfd-Frauen und zeigten sich mit einem Spendenergebnis von 500,00 € offen für die Bedürfnisse der in Hövelhof lebenden Flüchtlinge.

Ein besonderer Willkommensgruß von Ellen Horenkamp galt Herrn Pastor Matthias Klauke, der erstmalig bei einer Jahreshauptversammlung der kfd zu Gast war. Sie lud ihn ein, die Gelegenheit zu nutzen, um die kfd-Arbeit ein wenig kennen zu lernen. Gleichzeitig signalisierte sie Matthias Klauke, dass die kfd flexibel in der „Kirchenmannschaft“ einsetzbar sei. „Egal, ob im Mittelfeld der Gemeinde oder als Reservespielerin“, bot die Vorsitzende die Hilfe der kfd im Rahmen ihrer Möglichkeiten an.

Pastor Klauke ging in seinen Grußworten ausführlich auf die anstehenden Veränderungen innerhalb des Pastoralverbundes und des Pastoralteams ein. Er machte deutlich, dass insbesondere die aktuellen und kommenden personellen Veränderungen innerhalb der Pastoralteams Hövelhof und Delbrück dazu führen, dass Haupt- und Ehrenamt zusammen mit den Gemeindemitgliedern neue Wege suchen, finden und gemeinsam gehen müssen. Dabei sei es besonders wichtig, dass dies in großer Offenheit und gegenseitiger Verantwortung geschehe. Zum Abschluss seiner Ausführungen dankte Pastor Klauke den kfd-Frauen, für ihr Angebot, in der „Kirchenmannschaft“ weiterhin mit Rat und Tat aber auch mit einer positiven Begleitung der an-stehenden Veränderungsprozesse mitzuspielen.

Nach den Vereinsregularien, Jahresbericht von Petra Meiwes, Kassenbericht von Cornelia Schmidt, Bericht der Kassenprüfer, Waltraud Radix u. Mechthild Krogmeier, begrüßte Ellen Horenkamp aus dem Bezirksvorstandsteam Renate Picht und Regina Sandbothe. Die beiden kfd-Frauen stellten die Arbeit des kfd-Bezirksvorstandes vor und machten gleichzeitig Werbung für eine Mitarbeit innerhalb des Bezirksvorstandsteams. kfd-Frauen, die Interesse an einer Mitarbeit auf Bezirksebene haben, sind herzlich eingeladen, sich bei Renate Picht, Tel. 05257/ 4032 oder Regina Sandbothe Tel.-05294/393 zu melden.

Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung machte Ellen Horenkamp deutlich, dass die kfd-Hövelhof auch am Ball sei, wenn es um die Bestandssicherung der kfd gehe. So dürfe sich die kfd über 22 Frauen freuen, die seit dem vergangenen Jahr bis heute die kfd Arbeit vor Ort durch ihre Mitgliedschaft unterstützen. Die neuen kfd-Frauen wurden, soweit anwesend, offiziell von der Vorsitzenden mit einem Blumengruß willkommen geheißen.

Ein ganz besonderer und emotionaler Moment war, wie jedes Jahr, die Jubilarinnenehrung. Ellen Horenkamp wies in einer kleinen Laudatio darauf hin, dass ein Großteil der kfd-Mannschaft angetreten sei, um den Jubilarinnen zu 80, 60, 50 und 25 Jahren Mitgliedschaft in der kfd zu gratulieren und ihnen ihre Referenz zu erweisen. Alle Jubilarinnen, so Horenkamp, seien in all den vielen Jahrzehnten für die kfd am Ball gewesen und haben sich auf bemerkenswerte und ganz unterschiedliche Art und Weise für die Belange von Frauen in Hövelhof eingesetzt. Sie alle unterstützen die kfd-Arbeit durch ihre Mitgliedschaft – denn „ohne Moos sei auch in der kfd nichts los“. Darüber hinaus haben einige Jubilarinnen zudem als Mitarbeiterin im Besuchsdienst oder in einem Arbeitskreis Verantwortung in der kfd übernommen. Doch ganz egal, wie Frau sich in die kfd einbringt, jede Frau ist der kfd wichtig und jede wird gebraucht, damit die kfd-Hövelhof auch in Zukunft eine starke Mannschaft bleibt und sich erfolgreich in das Gemeindeleben einbringen kann.
Für diese Treue zur kfd sprach die Vorsitzende den Frauen im Namen der kfd-Hövelhof be-sonderen Dank und Anerkennung aus und übereichte jeder Jubilarin eine Dankurkunde mit einem kleinen Präsent.

Das Foto oben zeigt die Jubilarinnen.Sitzende von links nach rechts:
Dorothea Ruthenburges (60 Jahre), Theresia Obermeier (50 Jahre) Bernhardine Heimann (60 Jahre), Anna Bühlbecker (60 Jahre) Marianne Nübel-Jüde (60 Jahre)

Stehend von links nach rechts:
Pastor Klauke, Inge Schlotmann (25 Jahre), Renate Osdiek (25 Jahre), Anni Joachim (50 Jahre) Hildegard Meiwes (50 Jahre) Ellen Horenkamp, Vorsitzende

Weiterhin wurden geehrt, jedoch nicht auf dem Foto:
Theresia Bredenbals (80 Jahre), Helene Brüggemeier, Maria Buschmeier, Renate Gockeln, Christel Radix, Theresia Vullhorst, Anni Wiebeler (jeweils 60 Jahre)
Mathilde Bonke, Anni Jüde, Angelika Thorwesten (jeweils 50 Jahre) Margarete Förster, Maria Hintke, Hannelore Thor (jeweils 25 Jahre)