Die Feier der Erstkommunion in Herz-Jesu Hövelriege am Sonntag, 19. April 2015

„Wer teilt – gewinnt“ –  unter diesem Leitthema stand die Erstkommunionfeier in der kath. Kirchengemeinde Herz-Jesu Hövelriege. In diesem Jahr empfingen 11 Kinder ihre Erste Heilige Kommunion. In einem feierlichen Zug wurden sie von Pastor Bernd Haase, Diakon Dietmar Kluss und Frau Helga Renneke, unter musikalischer Begleitung der Blaskapelle Hövelriege, vom Pfarrheim abgeholt.

Wer teilt, gewinnt. So lautet das Motto zur Erstkommunion-Aktion 2015 des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. Die Kinder kommen selbst zu Wort und erläutern, was Kommunion für sie bedeutet. Zudem zeigt das Bonifatiuswerk, wie Erstkommunionkinder und ihre Familien selbst helfen können.

In der Erstkommunion erfuhren die Kinder die einladende Gemeinschaft mit Gott. Sie wurden in die Mahlgemeinschaft mit Gott und der Gemeinde aufgenommen. Kommunion ist der kirchliche Ausdruck für das Abschiedsmahl, das Jesus mit seinen Jüngern am Tag vor dem Tod am Kreuz gehalten hat. An diesem Tag erhielten sie zum ersten Mal den Leib Christi in der Gestalt der Hostie.

So ist die Eucharistiefeier für alle Kommunionkinder zur Mitte der Gemeinschaft der Kirche geworden und die Quelle, aus der sie alle Kraft schöpft. Es ist das Geheimnis des Glaubens: Jesu Opfer und seine Hingabe bezeugen für immer, dass die Liebe die Wandlung der Welt bewirkt. In der Erstkommunion wurden die Kinder in dieses Geheimnis eingeführt. Es ist ein bleibendes Geschenk für jede Christin und jeden Christ. Die Einladung ergeht an alle, sich immer tiefer durch die Teilnahme an der Messe, Sonntag für Sonntag, in dieses Geheimnis hinein nehmen zu lassen.

Die Kommunionkinder bedanken sich an dieser Stelle besonders bei Pfarrer Bernd Haase, Pastor Matthias Klauke, Gemeindereferentin Michaela Welling, Gemeindereferent Bertold Filthaut, Frau Helga Renneke und bei ihren Müttern und Vätern für die Begleitung und Vorbereitung zur Erstkommunion. Weiterhin bedanken sie sich bei den Fahnenabordnungen, der Hövelrieger-Blaskapelle, dem Hövelrieger Kirchenchor, der Jugendband „Tonträger“, der Organistin Margot Kornas und allen ungenannten Helfern, die vor, während und nach der Heiligen Messfeier für sie gesorgt haben.

Text und Fotos: Georg Bökamp


 

Wir feiern ein Mahl

(Quelle: Interview mit Pater Anselm Grün von Matthias Micheel)

Gerade zur Erstkommunion stellt sich bei vielen Kindern die Frage, was wir eigentlich in der Eucharistie feiern und warum wir in den Gottesdienst gehen. Was soll man denn noch antworten, wenn ein Kind fragt, was ihm die Hl. Messe überhaupt „bringt“?     Muss denn alles etwas bringen? Es tut unserer Seele gut, aus dem Terror des „Bringenmüssens“ auszusteigen und das Leben zu feiern. Wir feiern in der Eucharistie die Liebe Jesu Christi, die am Kreuz zur Vollendung kam. Und es tut uns gut, wenn wir uns vergewissern, dass wir absolut daseinsberechtigt sind. Wir erfahren: Du bist so wichtig, dass Jesus mit dir eins werden möchte. Du darfst seine Liebe essen und trinken, damit du sie mit dem ganzen Leib spürst.

Und was bedeutet das konkret? Wir feiern ein Mahl. Liebe geht auch in unserem Alltag über das Essen. Wenn wir gemeinsam Mahl halten, erfahren wir, dass wir zusammengehören. Aber wir feiern in der Eucharistie mehr: Wir gehören mit Gott zusammen. Wir gehen nicht allein durch unser Leben. Die Eucharistie sagt dir, dass da einer ist, der es mit dir aushält, auch wenn du dich noch so unmöglich verhältst. Da ist einer, der möchte sogar mit dir eins werden, in dir sein, dich mit seiner Liebe ausfüllen. Von dieser Erfahrung her kannst du anders leben. Da wirst du dich nie selbst ablehnen oder gegen dich wüten.

Sie betonen, dass Menschen in der Nähe Jesu die Augen aufgehen. Woran können die Kinder das denn erkennen?  Kinder haben ein Gespür dafür, wie wir sie angeschaut haben, was ihnen unsere Augen vermitteln. Ich kann nicht sagen, dass die Menschen durch den Glauben erleuchtet werden, wenn ich das an ihren Augen nicht ablesen kann. Wer erleuchtet ist, dessen Augen fangen selber an zu leuchten. Sie strahlen Milde und Güte aus, Lebendigkeit und Liebe. In der Tiefe meines Herzens weiß ich: Es ist nicht alles sinnlos. Es ist gut so, wie es ist. Das schenkt mir Sinn mitten in der Sinnlosigkeit dieser Welt. Das ist es, was meine Augen hell macht.

Was würden Sie persönlich unseren Erstkommunionkindern wünschen? Dass sie ein Gespür für das Geheimnis Gottes und für die bedingungslose Liebe Jesu bekommen. Sie sollen sich durch die Eucharistie absolut daseinsberechtigt erfahren. Und sie sollen ihre innere Schönheit und ihren Glanz entdecken. Sie sollen spüren: Das Leben lohnt sich. Ich bin einmalig. Ich kann meine urpersönliche Spur eingraben in diese Welt. Wenn ich mich von Jesus erfüllen lasse, wird die Welt durch mich heller und wärmer.