Ein Puzzle aus mehr als 300 Einzelteilen

In mühevoller Kleinarbeit gestalteten Judith Hemesath und Barbara Finke die Osterkerze für das Jahr 2015. In rund sechs Stunden Arbeit wurde die Kerze, dessen Motiv sich am Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn orientiert, aus mehr als 300 Einzelteilen fertiggestellt.

Judith Hemesath und Barbara Finke mit der Osterkerze 2015

Direkt über der Jahreszahl sind verschiedene Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechtes und mit unterschiedlichen körperlichen Fähigkeiten zu sehen. Die Figuren sind in verschiedenen Farben gehalten, um ihre individuellen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Talente zu unterscheiden. Die Farben symbolisieren dementsprechend die Buntheit unserer Gesellschaft. Zum Kreuz hin werden die Figuren kleiner, ihre unterschiedlichen Farben und Formen sind aber weiterhin erkennbar. Dadurch werden sie nicht zu einer „einheitlichen Masse“, sondern jeder behält seine Eigenschaften und bleibt als Individuum sichtbar.

Auch als eher geometrische Form sind die kleinen Flächen bunt und vielseitig – genauso, wie die vielen Menschen in unserem Erzbistum und auch in unserem Pastoralverbund. „Für sich genommen vermag keine dieser Formen das Kreuz abzubilden. Nur gemeinsam können sie diese Form annehmen.“

Die Verdichtung als Mittel der grafischen Gestaltung verdeutlicht den gemeinschaftlichen und strukturgebenden Aspekt. Denn „wenn sich alle Flächen […] sammeln, gewinnen sie Form. Das scheinbare Chaos bekommt eine Struktur und für alle erkennbare Gestalt.“ Diese Struktur ist aber in keiner Weise „statisch, sondern beweglich. Die bunten Flächen bewegen sich, ohne das Form gebende Gerüst zu verlassen.“ Jeder kann sich an verschiedenen Stellen (in verschiedenen Gremien und Gruppierungen) einbringen und bewegt sich dazu an andere Plätze im System.

Motiv der Osterkerze 2015 (© Barbara Finke)

Erst durch das Zusammentreffen aller wird in der Mitte das weiße Kreuz sichtbar. Jesus Christus ist das „Gerüst, das alles aufrecht und zusammen hält, er ist Stütze und Orientierung für die vielen Flächen, die sich an ihm sammeln. […] Die beiden Linien, die das weiße Kreuz bilden, sind eigentlich auf weißem Grund gezogen und werden nur durch den farbigen Hintergrund sichtbar. Die bunten Flächen sind also dafür verantwortlich, dass das Kreuz, das auf Jesus Christus verweist, leuchten kann. Mit anderen Worten: Jesus Christus wird sichtbar in der Welt, wenn die Menschen, die sich zu ihm bekennen, in seine Nachfolge eintreten und ihre Charismen zum Heil der Welt zur Geltung bringen. Dazu lädt das Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn alle ein.“

Auch unser Zukunftsbild auf der Hövelhofer Osterkerze 2015 kann und soll alle dazu anregen sich mit ihren individuellen Talenten in unserem Pastoralverbund einzubringen und Kirche lebendig mit zu gestalten.

Wie in den vergangenen Jahren verkaufen die Messdiener von St. Johannes Nepomuk die „kleinen Osterkerzen“ zum Preis von 7 Euro. Sie sind nach den Ostermessen am Haupteingang zu erwerben (nur solange der Vorrat reicht).

 

(Text und Fotos: Barbara Finke, Judith Hemesath)

 

Zitate aus dem Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn: http://www.zukunftsbild-paderborn.de/beitraege/detail-beitraege/datum/2014/12/17/zum-corporate-design-des-zukunftsbildes/ (letzter Aufruf: 27.03.2015)