Messdiener Hövelhof – als Sixpack unterwegs in Rom (Teil 4)

Mittwoch, 06.08.:
Für den Mittwoch hatten wir uns die Besichtigung der letzten der vier großen Kirchen vorgenommen, die „Lateranbasilika“. Doch zuvor stand noch die Kirche „Santa Croce in Gerusalemme“ auf dem Programm. In der kleinen Kirche, die zu den sieben Pilgerkirchen Roms zählt, werden verschiedene Kreuzreliqiuen aufbewahrt, die dort auch besichtigt werden können. Nur wenige hundert Meter entfernt liegt die Lateranbasilika – die Bischofskirche von Rom, über deren Hauptaltar die Kopfreliequien (Häupter) von Petrus und Paulus aufbewahrt werden. Nach der Mittagspause fuhren wir mit der Metro bis zum „Circus Maximus“, den wir zu Fuß in der glühenden Mittagshitze in rund 10 Minuten durchquerten und dabei pro Kopf gefühlte 3 Liter Wasser austranken. Gegen die Wärme half auch das anschließende „Wedeln“ mit dem Fächer nur bedingt weiter. Am Abend fand für alle das so genannte „Blind Date“ statt, bei der sich an über 250 Plätzen in Rom jeweils 3 Pilgergruppen ( = 3 Busse) treffen sollten. An der Piazza Margana trafen wir uns somit mit Messdienern aus den Bistümern Limburg und Freiburg. Wir begrüßten einander, sangen zusammen das Motto-Lied, beteten das Vater unser und spielten u.a. das Mini-Bingo. Hier mussten wir, wie beim normalen Bingo immer eine Reihe „voll“ bekommen – und zwar mit Unterschriften z.B. zu „war genauso oft in Rom wie du“, „hat schon mal Rauchfass ministriert“, „weiß, wie der Bischof seines Bistums heißt“ oder… Im Anschluss spazierten wir noch ein wenig durch die Stadt, schauten diversen Straßenkünstlern in der Nähe des Kolosseums bei ihrem Schaffen zu, aßen noch eine Kleinigkeit und fuhren schließlich zurück ins Hotel.

Donnerstag, 07.08.:
Am letzen Tag vor der Abreise teilten wir uns zunächst in die Gruppen „Vatikanische Museen“ und „Engelsburg“ auf. Auf der Dachterrasse der Engelsburg war es glühend heiß. Da half auch der schon vielfach bewunderte Solarventilator in Daniels Cap nur wenig. In der Sixtinischen Kapelle war es da sicherlich etwas kühler – dafür aber auch deutlich voller. Zum Mittagessen trafen wir uns an der Spanischen Treppe wieder, bevor wir einen Spaziergang durch die Stadt, via Piazza Navona und Pantheon machten. Gemütlich auf den Plätzen Roms zu sitzen, lässt einen dann auch schon mal die Zeit vergessen. So mussten wir uns doch noch etwas beeilen, um rechtzeitig zum Abendgebet in „San Pietro in Vincoli“ zu sein, dass unter dem Motto „Segen sein!“ stand. Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Petersplatz und vollendeten den Tag, mit diesem „Lightpainting“ im Abendlicht:

Freitag, 08.08.:
Bereits am frühen Morgen ging es vom Hotel aus das erste Stück Richtung Heimat. In der Paderborner Partnergemeinde „San Liborio“ im Norden Roms legten wir einen Zwischenstopp ein und feierten gemeinsam mit der Paderborner Pilgergruppe die Abschlussmesse der Wallfahrt. Diese stand unter dem Motto „Jünger sein!“.
Mit Picknick-Paketen, die sehr nette Gemeindemitglieder für uns alle vorbereitet hatten, bepackt, stiegen wir gegen 14 Uhr in die Busse ein und machten uns voll guter Stimmung auf in Richtung Heimat.

Samstag 09.08.:
Am frühen Samstagvormittag kamen wir deutlich eher als erwartet, aber sichtlich erschöpft von den vielen Erlebnissen der Wallfahrt und der langen Busfahrt in Paderborn an. Die Tage der Begegnung in Rom wurden von allen Teilnehmern als ein phänomenales und einzigartiges Erlebnis beschrieben, welches uns sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

(c) Messdiener Hövelhof (Text: Barbara Finke / Fotos: Judith Hemesath, Michael Meier, Florian Reddeker, und Barbara Finke)