Messdiener Hövelhof – als Sixpack unterwegs in Rom (Teil 2)

Dienstag, 05.08.:
Für den Dienstag stand einer der Höhepunkte der Wallfahrt auf dem Programm: die Sonderaudienz und Vesper mit Papst Franziskus. Doch zuvor besuchten wird noch „Sankt Paul vor den Mauern“. Dort mussten wir zunächst im mit Palmen bewachsenen Innenhof abwarten, bis die knapp 10.000 Freiburger Ministranten die Kirche von ihrer Eröffnungsmesse geräumt hatten. Als sich die Menschenmassen lichteten, betraten wir den bunt ausgeleuchteten Kirchenraum und schauten uns das Portrait-Mosaik von Papst Franziskus an. In Sankt Paul vor den Mauern verläuft oberhalb der Säulen ein Band mit über 250 Medaillons, in denen sich die Portraits aller Päpste als Mosaik befinden. Das Portrait des jeweils aktuellen Papstes wird angestrahlt und ist deshalb schnell auszumachen. Weiter ging es mit der Metro in Richtung Vatikan, wo wir uns im Schatten der Vatikanischen Mauer mit typisch italienischen Panini stärkten. Bevor wir durch die Sicherheitskontrollen mussten, füllten wir alle am völlig überlaufenen Trinkwasserbrunnen (Anstehen in 5er-Reihen) unsere Flaschen mit Wasser auf, denn wir befürchteten schon, die kommenden Stunden in der prallen Sonne auf den Stufen vor dem Petersdom verbringen zu dürfen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt – oder wie sagt man so schön?! Wir Hövelhofer mussten uns bereits gegen 15 Uhr am Seiteneingang des Petersplatzes einfinden, da wir bei der Audienz und Vesper im Chor mitsingen durften. Auf die Nachfrage bei uns (Mitorganisatorinnen Judith Hemesath und Barbara Finke) im Organisationsteam des Erzbistums im Vorfeld der Wallfahrt, ob wir sechs Hövelhofer bei der Audienz im Chor mitsingen möchten, antworteten wir spontan „Ja, natürlich!“.

Mit VIP-Ausweisen „bewaffnet“ wurde der Chor (im schwarz-roten Chortrikot mit gelber Rückenaufschrift „Franziskus 1“) als Erstes auf den Petersplatz geführt. Belohnt für das frühe Treffen wurde unsere Gruppe, wie auch die anderen Mitsänger/innen des 400-Personen Chores, mit Schattensitzplätzen direkt vor dem Petersdom und einem grandiosen Ausblick über den Petersplatz. Mit dem Erstürmen von Sitzplätzen in der ersten Reihe (ca. 15 m Entfernung zum Papststuhl) hatten wir eindeutig alles richtig gemacht und nutzen die folgende Wartezeit für zahlreiche Erinnerungsfotos und – selfies.
Zwischendurch nutzen wir die Möglichkeiten, die unser VIP-Ausweis bot: Das Wasser holen am VIP-Brunnen wurde zum Erlebnis, denn so menschenleer hatte keiner von uns die Vorhalle des Petersdoms je gesehen. Einige Chormitglieder konnten sogar einen Blick in den leeren Petersdom erhaschen.

*** Fortsetzung folgt ***

(c) Messdiener Hövelhof (Text: Barbara Finke / Fotos: Judith Hemesath, Michael Meier, Florian Reddeker, und Barbara Finke)