Die Arche Noah im Zeichen des Regenbogens

Das diesjährige Motiv der Osterkerzen im Pastoralverbund Delbrück – Hövelhof zeigt einen Ausschnitt aus dem Bericht des Buches Genesis, des ersten Buches der Heiligen Schrift, über Noach und die Sintflut (Gen 6-9). Wir sehen die Arche, die Noach nach Gottes Auftrag gebaut hat, um „von allem, was lebt, von allen Wesen aus Fleisch, … je zwei in die Arche (zu führen), damit sie mit dir am Leben bleiben; je ein Männchen und ein Weibchen sollen es sein.“ (Gen 6,19).

Neben den Wasserfluten, die alles Leben auf der Welt ausgelöscht haben, weil „auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm und alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur böse war“ (Gen 6,5), finden sich im Bild auch die Taube mit dem frischen Olivenzweig im Schnabel und der Regenbogen. Die Taube mit dem Olivenzweig kündigt das Ende der Sintflut an. Es ist wieder „Land in Sicht“, neues Leben ist möglich! Gott erneuert seinen Bund mit den Menschen und mit seiner ganzen Schöpfung, indem er sie auffordert: „Seid fruchtbar und vermehrt euch; bevölkert die Erde und vermehrt euch auf ihr!“ (Gen 9,7). Als Zeichen dieses Bundes setzt Gott seinen Bogen, den Regenbogen an den Himmel: „Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen.“ (Gen 9,16). Im Motiv der Osterkerze erwächst der Regenbogen aus dem Kreuz, das ebenfalls ein Zeichen ist für den Bund Gottes mit uns Menschen, für SEINE Bereitschaft, aus Liebe zu uns seinen eigenen Sohn ans Kreuz und in den Tod zu geben – und ihn von den Toten aufzuerwecken!

Wer den Regenbogen und wer das Kreuz  sieht, darf dankbar an Gottes Bund mit uns Menschen denken, an seine Liebe zu seiner Schöpfung, zu allen Menschen, eine Liebe – so feiern wir es an Ostern – die selbst den Tod überwindet! Wer den Regenbogen sieht, darf auf Gottes Zusage vertrauen: Ich sehe euch, ich gehe mit euch, ich vergesse euch nicht!

 

Gott gebe dir
für jeden Sturm einen Regenbogen,
für jede Träne ein Lachen,
für jede Sorge eine Aussicht
und eine Hilfe in jeder Schwierigkeit.
Für jedes Problem, das das Leben schickt,
einen Freund, es zu teilen,
für jeden Seufzer ein schönes Lied
und eine Antwort auf jedes Gebet.

(Altirischer Segenswunsch)

 

Die Osterkerzen für St. Joh. Nepomuk Hövelhof und das Haus Bredemeier wurden in diesem Jahr im Rahmen eines Firmprojektes in mehreren Stunden mühevoller Handarbeit nach dem von Barbara Finke entworfenen Motiv gefertigt. Dabei wurden die Firmbewerberinnen Sophia Marxkors, Leonie Schubert, Jasmin Tick und Jule Voß durch die Projektleiterinnen Judith Hemesath und Barbara Finke angeleitet.

Kleine Osterkerzen mit dem Motiv der Arche Noah können nach den Messen an den österlichen Festtagen in den Kirchen des Pastoralen Raumes käuflich erworben werden.

Text: Pfarrer Haase/ B. Finke

Fotos: B. Finke